Ich wollte schon länger einmal einen Motor mit stehenden Ventilen konstruieren – angelehnt an die Bauweise, wie sie beispielsweise beim Verbrennungsmotor des Ford Model A zu finden ist.
Außerdem war ich der Meinung, dass uns im Bereich der Verbrennungsmotoren noch eine kleinere Version des „Jonas“ fehlt. Also machte ich mich daran, eine kompaktere Variante zu konstruieren.
Ursprünglich hatte ich Schwungräder mit 80 mm Durchmesser vorgesehen, ähnlich wie beim „Kleinen Karl“. Da der neue Motor jedoch als Langhuber ausgelegt werden soll – mit einem Kolbendurchmesser von 20 mm und einem Hub von 40 mm – habe ich mich letztlich für deutlich größere Schwungräder mit 140 mm Durchmesser entschieden. Dadurch soll der Motor später möglichst ruhig und mit niedriger Drehzahl laufen.
Bei diesem Motor möchte ich außerdem bewusst auf einen Gusssockel verzichten. Leider wird es zunehmend schwieriger, Gussteile in kleinen Stückzahlen fertigen zu lassen. Deshalb besteht der Sockel bei diesem Modell aus einer Schweißkonstruktion aus lasergeschnittenen Stahlteilen. Diese Bauweise lässt sich auch bei kleinen Stückzahlen wirtschaftlich und präzise umsetzen.
Auf diesen Seiten können Sie den gesamten Entstehungsprozess Schritt für Schritt verfolgen – von der ersten CAD-Konstruktion über die Fertigung der einzelnen Bauteile bis hin zur Montage und den ersten Probeläufen.
Die grobe Konstruktion steht bereits So langsam können wir anfangen die ersten Teile zu fertigen. (Stand 17.9 2026)
Die Kurbelwelle gab es in so ähnlicher Form schon einmal Für den Stationärmotor Karl. Also habe ich dieses Mal mit der Kurbelwelle begonnen.
Hier ist der erste Entwurf zum Anfassen. Die meisten Teile bestehen aktuell noch aus Kunststoff aus dem 3D-Drucker. So lässt sich sehr gut beurteilen, ob die Proportionen stimmen und ob das Gesamtbild harmonisch wirkt. Gleichzeitig verhindert diese Vorgehensweise, dass unnötig Teile aus Messing gefertigt werden, die später noch geändert werden müssen und dann nicht mehr verwendet werden können.
Alle Teile sind mittlerweile gezeichnet Und werden nach und nach aus Messing, Aluminium oder Stahl hergestellt.
Viele Teile Sind jetzt bereits fertig. Nach und nach entsteht der der erste Prototyp des Motors. Auf den Bildern kann man jetzt schon ganz gut erkennen, wie aus der Konstruktion nach und nach ein richtiger Motor wird. (Stand 25.09.2026)
Felix – der erste Prototyp ist fast fertig
Auch in dieser Woche habe ich weiter am neuen Stationärmotor Felix gearbeitet. Der erste Prototyp ist inzwischen nahezu fertig. Es fehlen nur noch einige Kleinigkeiten, bevor es an den ersten Testlauf gehen kann.
Ein paar kleinere Änderungen werden noch folgen. Im Großen und Ganzen wird der Motor aber so bleiben, wie er auf den aktuellen Fotos zu sehen ist. Natürlich werden auch noch sämtliche Innensechskantschrauben gegen Modellbauschrauben getauscht, damit die Optik zum Charakter des Motors passt.
Der ursprünglich vorgesehene Schalter, den wir auch bei anderen Modellen verwenden, ist nun doch rausgeflogen. Stattdessen habe ich mich für eine Eigenbau-Version entschieden. Die Messingteile sind durch Kunststoffelemente gegenüber dem Gehäuse elektrisch isoliert. So entsteht ein funktionaler Schalter in einer schönen, offenen Bauweise, die optisch sehr gut zum Motor passt.
Für die kommende Woche ist der erste Testlauf geplant. Dann wird sich zeigen, ob Felix bereits seine ersten Takte macht und an welchen Stellen noch etwas Feinarbeit nötig ist.
Felix läuft – die ersten Testläufe
09.10.26
Es gibt wieder Fortschritte bei unserem neuen Stationärmotor Felix: Der erste Prototyp läuft! Im Video könnt ihr den Motor nun in Aktion sehen. Mit dem bisherigen Laufverhalten bin ich schon recht zufrieden, die genaue Feineinstellung muss allerdings noch etwas warten.
Der Maschinenfuß besteht momentan noch aus einem 3D-gedruckten Kunststoffteil, das zunächst zur Überprüfung der Proportionen und zum Aufbau des Prototyps gedacht war. Bei längeren Testläufen könnte die Motorwärme den Kunststoff verformen oder sogar zum Schmelzen bringen. Deshalb beschränke ich mich vorerst auf kurze Läufe.
Die lasergeschnittenen Stahlteile für den endgültigen Maschinenfuß sollen Anfang der Kalenderwoche 43 bei uns ankommen. Anschließend werden die Teile zu einem stabilen Sockel verschweißt. Wir sind schon sehr gespannt, wie das Ganze dann aussieht!
Mit dem fertigen Stahlsockel können die längeren Testläufe beginnen. Dann kann ich mich in Ruhe um die Feineinstellung kümmern und das Laufverhalten weiter verbessern.
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