Baubericht Modellbau Stirlingmotor “Die große Laura”

Auf dieser Seite finden Sie eine Baubeschreibung für das Modell Stirlingmotor “Die große Laura“. Die Baubeschreibung besteht aus vielen Bildern und einigen Texten und Anmerkungen. Wir hoffen das Ihnen bei der Betrachtung der Bauanleitung vielleicht noch ein paar Dinge auffallen die Sie für den Bau Ihres Stirlingmotors gebrauchen können. Dieses Modell wurde nach einem Original Materialbausatz von Bengs Modellbau gebaut bei dem alle Frästeile bereits fertig gefräst sind. Zur Herstellung des Modells wird eine Drehbank benötigt mit der die Drehteile fertig gestellt werden.

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Hier zu sehen ist die Herstellung der Kolbenstangenführung für den Verdrängerzylinder. Das Bauteil wird aus Aluminium hergestellt. Später werden vorne und hinten 2 Messingsbuchsen eingepresst und anschließend mit einer Reibahle aufgerieben. Die Messingbuchsen sorgen dafür dass die Kolbenstangenführung auch nach längerem Betrieb nicht abnutzt.

Dieses Bauteil dient dazu im laufenden Betrieb den Luftkanal zwischen Verdrängungszylinder und Arbeitszylinder abzusperren. Dadurch erreicht man das der Stirlingmotor sich trotz unveränderter Flamme langsamer oder schneller dreht. Somit kann man mit dieser Drosseltschraube den Stirlingmotor in seiner Drehzahl regulieren.

 

Bei der Herstellung des Kreuzkopfes ist darauf zu achten dass das Gewinde sehr sauber und gerade gebohrt wird. Die Bohrungen werden angerissen, gekörnt und anschließend mit einem Zentrierbohrer vor gebohrt. Danach wird mit dem passenden Spiralbohrer das Loch gebohrt. In das durchgängige Loch wird jetzt noch M3 Gewinde eingeschnitten. Der Kreuzkopf ist bei dem Modell Stirlingmotor “Die große Laura“ die Alternative für einen Standard Kurbel Antrieb. Baubericht Modellbau Stirlingmotor.

Beim herstellen der Bohrungen mit dem Durchmesser 12 mm sollte man keinen Spiralbohrer benutzen. Spiralbohrer neigen dazu sich beim durchdringen des Materials rein zu reißen. Darum ist es immer ratsam einen Stufenbohrer oder Schälbohrer zu benutzen.

Alle Teile des Brenners den Heißluftmotor sind jetzt fertig. Nachdem alle Teile entgraten und gereinigt sind können sie weichverlötet werden. Hartlöten ist an dieser Stelle nicht nötig da der Brenner niemals eine so hohe Temperatur erreicht. Wenn der Brenner fertig ist wird vorne in die Bohrungen ein 8 mm Glasfaserdocht eingeschoben. Der Glasfaserdocht hat den Vorteil dass er nicht verbrennt und sehr lange hält.

In die Zylinderhülse die bereits fertig bearbeitet dem Stirling Materialbausatz bei liegt wird ein Buchse weich eingelötet. An der Stelle wo die Buchse eingelöst wird sollte man vorher mit etwas Schmiergelleinen die Oberfläche anrauen um eine bessere Löt Verbindung zu bekommen. Die Buchse eignet sich gut um an der Stelle eine Zentrierspitze einzusetzen.

Das fertige Zylinderrohr des Stirlingmotor. Der vordere Radius muss noch angetreten werden.

Alle Teile für den Verdrängerzylinder und Verdrängerkolben sind fertig bearbeitet. Diese Teile sollten hart verlötet werden da Temperaturen sehr hoch werden können. Sie sehen auf diesem Bild das der Verdrängerkolben komplett aus Edelstahl gefertigt wurde. In der jetzigen Version des Materialbausatzes Heißluftmotor “Die große Laura“ liegen diese Teile als Messing Rundmaterial bei. Wir haben uns dazu entschieden da Messing Teile deutlich leichter zu bearbeiten sind. Da die Bauteile später nicht mehr zu sehen sind da sie im Motor verbaut sind macht es optisch keinen Unterschied.

Der Verdränger Zylinder muss hartgelötet werden. Wir empfehlen dafür das von uns vertriebene Silberlot. Da es sich um eine relativ große Lötstelle handelt kann man hier das Flussmittel ummantelte Silberlot verwenden. Wenn Sie noch nie mit Silberlot hartgelötet haben schauen Sie sich doch unser Anleitungsvideo an in denen Sie sehen wie der Verdränger Zylinder gelötet wird.

Auf dieser Seite sehen Sie das Anleitung Video Hartlöten mit ummanteltem Silberlot

Die 58mm Riemenscheibe aus Stahlguss wird zuerst komplett auf einer Seite bearbeitet. Anschließend wird die Riemenscheibe umgedreht und von der 2. Seite bearbeitet.

Der Kühlzylinder wird aus einem 60 mm Aluminium Rundmaterial hergestellt. Im 1. Schritt wird das Rohmaterial mit einem großen Bohrer aufgebohrt. Im nächsten Schritt wird mit einem Innendrehstahl der Innendurchmesser nach Zeichnung hergestellt. Die Oberflächengüte  ist bei dem Kühlmantel egal da der Kolben nicht an der Zylinderwandlung läuft. Auf den Bildern können Sie erkennen wie Sie die schrägen Kühlrippen herstellen können. Das ist natürlich nur eine Variante. Sie können sich auch einen Formstahl aus HSS Stahl schleifen um den Winkel herzustellen.

Die Bohrungen auf der Grundplatte aus Holz für den Modellbau Stirlingmotor müsse nicht angerissen werden es liegt eine Bohrschablone bei mit der alle Löcher durchgebohrt werden können.

Es ist geschafft! Alle Bauteile sind fertig bearbeitet. Alle Gewinde sind geschnitten und Bohrungen gebohrt. Jetzt muss der Heißluftmotor “Die große Laura“ nur noch zusammengebaut werden. Für den Zusammenbau sollte man sich ein wenig Zeit nehmen und nach jedem Teil prüfen ob die leichtgängigkeit noch gegeben ist. Der Stirlingmotor kann natürlich nach eigenen Vorstellungen lackiert oder pulverbeschichtet werden. Aber auch komplett ohne Lackierung ist der Stirlingmotor sehr schön anzuschauen.

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