Baubericht stehende Dampfmaschine Leni mit Umsteuerung

Dampfmaschine Leni im Shop kaufenAuf dieser Seite in unserem Bengs Modellbaumagazin einen ausführlichen Baubericht für die stehende Dampfmaschine Leni mit Umsteuerung. Wir haben versucht auf alle Besonderheiten beim Bau der Maschine sowohl im Bild als auch im Text einzugehen.

Bei dem Bausatz für die Dampfmaschine ist wie bei allen unseren Materialbausätzen das Material für die Drehteile als Abschnitt im Bausatz enthalten. Alle Frästeile wurden mit einer CNC Fräse ausgefräst und müssen eventuell noch gebohrt, Gewinde geschnitten und entgraten werden. Alle benötigten Schrauben, Mutter und Dichtungen liegen ebenfalls dem Bausatz bei. Einige Teile bei diesem Bausatz werden entweder weichgelötet oder mit Schraubenkleber fixiert.

Wenn Sie Interesse an der stehende Dampfmaschine Leni mit Umsteuerung haben können Sie den kompletten Materialbausatz auf unserer Website bestellen.

 

Baubericht Dampfmaschine Leni mit Umsteuerung

Das Ausgangsmaterial/Frästeile

alle Frästeile liegen dem Bausatz für die Dampfmaschine bei. Einige Frästeile müssen noch gekörnt und gebohrt werden. Eine Übersicht aller Frästeile sehen Sie im unteren Bild.

Alle Frästeile der Dampfmaschine Leni

Maschinensockel

Der Maschinensockel bildet den Grund der Dampfmaschine auf diese Baugruppe werden alle anderen Bauteile aufgesetzt. Dieser Sockel wird später mit der kleinen Holzplatte verschraubt.

Hier werden die Lagerböcken und die Lagerbock Deckel der Dampfmaschine zuerst angerissen und dann mit einem Selbstschlagender Körner angekörnt. Anschließend werden die beiden Bauteile aus Messing gebohrt und wie auf der Zeichnung angegeben Gewinde geschnitten. In die Lagerbock Deckel wird mittig mit einem Zentrierbohrer gebohrt so das ein kleiner Becher entsteht der später zur Ölversorgung der Kurbelwelle dient.

Von den Messingsäulen die später die Grundplatte tragen werden 6 Stück benötigt Sie bestehen aus 8 mm Messing Rundmaterial und bekommen von beiden Seiten eine Bohrung mit M2 Gewinde.

Zuerst wird die Grundplatte angerissen und gebohrt die Bohrungen für Säulen werden anschließend mit einem 90° Kegelsenker so tief gesenkt das die Schrauben vollkommen verschwinden. Der Maschinensockel wird dann als Bohrschablone für die darunterliegende Holzplatte verwendet. So kann man sicher sein dass die Bohrungen später fluchten.

Wenn die Holzplatte gebohrt ist werden die Bohrungen von der Gegenseite mit einem 4 mm Bohrer so tief aufgebohrt dass der Kopf der kleinen Innensechskantschrauben komplett versenkt ist. Bei der Holzteile sollten frühzeitig mit Klarlack, Leinöl oder ähnlichem behandelt werden. Während der Einlaufphase der Dampfmaschine werden sie etwas mehr Öl benötigen. Ölflecken lassen sich aus unbehandelten Holz nur schwer wieder entfernen.

Die Säule die sich unter dem Exzenter befindet muss etwas ab gefeilt werden so das sie bündig mit dem Maschinensockel abschließt.

Socke aus Messing Baubericht Dampfmaschine Leni

Maschinensockel Säulen und Lagerböcken sind jetzt montiert.

Ständer und Zylinderhalter

Der Ständer der Maschine bekommt eine aus Messing hergestellte geschwungene Blende. Die Blende wir von uns flach ausgeliefert und muss noch in Form gebracht werden. Am einfachsten geht das wenn man das Material vorab ausglüht. Das funktionierte sehr gut mit unseren kleinen Lötbrennern  vom CFH. Anschließend kann man das Material wie auf dem Bild zu sehen mit einem 50 mm Rundmaterial einspannen und biegen.

Jetzt wird die gebogene Blende an den bereits verschrauben Ständer der Dampfmaschine angepasst.

Die Buchse für den Umsteuerhebel wird auf der Drehmaschine aus Messing Rundmaterial hergestellt. Diese Buchse wird im Ständer mit Weichlotpaste verlötet.

Vor dem Löten werden alle Teile noch einmal entgraten, gesäubert und gebürstet. Dafür eignet sich besonders gut die Tellerbürste von Osborn.

Alle Bauteile des Ständer werden mit Weichlot und Verzinnungspaste bestrichen und zusammengesetzt vor dem Löten sollte man unbedingt alle Teile noch einmal ausrichten.

Hier sehen Sie wie der Ständer der Dampfmaschine Leni mit einem Turbobrenner  weich verlötet wird, alternativ funktioniert aber auch der Diamant M50 von CFH.

Baubericht Dampfmaschine Leni zusammenbau.

Die M2 Senkschrauben im Ständer wurden nicht komplett versenkt. Nach dem Löten können die Köpfe weggefeilt werden ohne dass man später die Verschraubung sieht.

Ausgleichsscheiben

Die Ausgleichsscheiben werden zuerst auf der Drehmaschine gebohrt. Als nächstes werden sie von Hand im Winkel von 10° abgesägt. Hierfür reicht ein normaler Winkelmesser vollkommen aus. Nachdem die Scheiben entgratet sind werden sie für die Säule des Maschinensockels verwendet.

Kolben und Zylinder der Dampfmaschine Leni

Bei der Herstellung des Zylinders für die Dampfmaschine wird als 1. die Zylinderbohrung auf der Drehmaschine gebohrt. Anschließend wird sie entweder mit einem Innendrehstahl oder einer Reibahle das passende Maß gebracht. Anschließend wird der Zylinder auf dem Außendurchmesser gespannt und mit einer mitlaufenden Zentrierspitze zentriert. So eingespannt kann man die Außenkontur des Zylinders bearbeiten.

Die Fläche an der später der Schieberkasten aufgelötet wird, wird falls vorhanden mit einer Fräse hergestellt oder gefeilt.

Beim bohren der Zylinderdeckel können Sie wenn verfügbar einen Teilkopf verwende. Wenn nicht benutzen Sie Teil 7 als Bohrschablone für die M2 Bohrungen. Die Bohrungen leicht ansenken und das Bauteil entgraten.

Anschließend kann der Zylinderdeckel als Bohrschablone verwendet werden. Der Zylinderdeckel hat 2,2 mm Bohrungen der Zylinder bekommt später 1,6 mm Bohrungen mit M2 Gewinde. Wenn also der Zylinderdeckel als Bohrschablone verwendet wird mit dem 2,2 mm Bohrer nur kurz anbohren. Dann einen 1,6 mm Bohrer in die Bohrmaschine spannen und die Bohrungen wie in der Zeichnung dargestellt bohren. Anschließend mit einem M2 Gewindebohrer das Gewinde herstellen.

Der Kolben aus Rotguss wird auf der Drehmaschine bearbeitet. Zuerst wird das beiliegende Material plan gedreht. Anschließend wird auf der Drehbank ein Loch gebohrt und M4 Gewinde eingeschnitten. Der Außendurchmesser wird noch nicht bearbeitet. Das entstandene Teil kann jetzt auf die fertige Kolbenstange aus Edelstahl Rundmaterial aufgeklebt werden. Dazu können Sie handelsüblichen Schraubenkleber verwendet. Nachdem der Kleber getrocknet ist wird die Kolbenstange die Drehbank eingespannt und der Kolben auf das passende Maß gedreht.

Pleustange

Aus optischen Gründen bekommt die Pleuelstange eine leichte Schräge. Da es sehr schwierig ist den passenden Winkel durch verstellen des Supports einzustellen haben wir uns für eine andere Bearbeitungsart entschieden. Das Messingrundmaterial wird mit einem Drehstahl grob vor gedreht. Anschließend werden die Stufen mit einer Feile geglättet. Im letzten Schritt wird die Oberfläche mit Schmirgelleinen so lange bearbeitet ist eine schöne Oberfläche entsteht.

Schieberkasten der stehenden Dampfmaschine Leni

Der Schieberkasten ist sicherlich das komplizierteste Teil des Dampfmaschinen Bausatzes. Bringen Sie zuerst mit einer Feile das Längenmaß des Messing Vierkant auf Maß. In der beiliegenden Bauanleitung ist eine für Schritt Anleitung wie der Schieberkasten gebohrt werden sollte. Wenn Sie dieser Anleitung folgen ist die Erstellung dieses Bauteils kein Problem.

Kurbelwelle

Die Kurbelwelle wird aus Silberstahl und Messing Frästeilen weich zusammengelötet. Alle Teile werden gereinigt mit Weichlotverzinnungspaste bestrichen und weich verlötet. Der Zwischensteg wird erst nach dem weichlöten mit einer Handbügelsäge entfernt.

Zylinder und Schieberkasten löten

Zuerst werden die beiden Flächen vom Zylinder und Schieberkasten mit Weichlot Verzinnungspaste bestrichen.

Anschließend werden die beiden Bauteile mit einem Lötbrenner erhitzt bis die Lötpaste schmilzt, danach abkühlen lassen.

Zum Schluss können die beiden Teile zusammengesetzt und wieder erhitzt werden so lange bis die Paste wieder zu laufen beginnt. Wenn nötig kann jetzt noch etwas Weichlot und hinzugegeben werden.

Der Schieberkastendeckel wird angerissen, gekörnt und gebohrt.

Der Schieber aus Edelstahl Rundmaterial wird auf der Drehmaschine hergestellt.

Der Schieberkasten Deckel entsteht auf der Drehmaschine und wird anschließend auf der Bohrmaschine gebohrt.

Der Handgriff entsteht Freihand auf der Drehmaschine anschließend kann er mit Autosol Metallpolitur sehr schnell und einfach auf Hochglanz gebracht werden.

Der fertige Hebel um die Steuerzeit umzustellen inklusive des polierten Handgriffs.

Exzenter mit Stephensen Umsteuerung

Die Exzenter Außenringe werden angerissen gekörnt und gebohrt. Anschließend werden sie verschraubt. An das Innenmaß der Exzenter Außenringe kann jetzt der Exzenter angepasst werden.

Die Exzenter Scheiben werden auf der Bohrmaschine aufgebohrt. Anschließend wird in dieser Bohrung noch eine Hülse eingelötet.

Eine Gestängestange vom Exzenter muss gebogen werden. Um Messing biegen zu können ohne dass es bricht muss man es vorher einmal ausglühen da es sonst brechen würde. Nach dem ausglühen kann man das Teil kalt werden lassen und bequem und einfach biegen.

Auf diesem Bild kann man sehr gut sehen wie weit die Stange gebogen werden muss.

Schwungrad

Das Schwungrad 80mm wird im Wachsauschmelzverfahren hergestellt. Es besteht aus Stahlguss und alle Anschlüsse sind bereits abgeschliffen. Diese Schwungräder haben einen sehr guten Rundlauf und können auch auf kleineren Drehmaschine sehr gut im Reif gespannt werden. Diese 80mm Schwungräder können Sie in unserem Onlineshop auch einzeln kaufen.

Folgende Bearbeitungsreihenfolge schlagen wir vor:

  • Schwungrad ihnen im Reif spannen
  • Außendurchmesser bearbeiten
  • Stirnfläche bearbeiten
  • Mit 45°Stahl 0,5 Millimeter Fase andrehen
  • mit Zentrierbohrer zentrieren
  • mit 5,8 mm Bohrer durchbohren
  • mit 6 H7 Reibahle aufreiben
  • Schwungrad umdrehen und je nach Größe der Drehmaschine entweder außen spannen (optimal) oder wieder innen im Reif spannen
  • Zweite Stirnseiten bearbeiten

Zusammenbau Baubericht Dampfmaschine Leni

Das gestänge der Dampfmaschine Leni

Steuerzeit einstellen

Drehen Sie zuerst die Kurbelwelle auf die höchste Position sodass der Kolben sich am oberen Totpunkt befindet. Drehen Sie jetzt den Exzenter in die gleiche Stellung sodass sich auch der Schieber in der obersten Position befindet. Halten Sie den Exzenter fest sodass er sich nicht mitdrehen kann und verdrehen Sie die Kurbelrichtung um 90°. Wenn Sie die Kurbelwelle im Uhrzeigersinn um 90° verdrehen wird sich die Dampfmaschine später im Uhrzeigersinn drehen. Befestigen Sie den Exzenter wieder fest auf der Kurbelwelle mithilfe der Madenschraube. Die Steuerzeiten der Dampfmaschine sind jetzt eingestellt.

Die Fertige Dampfmaschine Leni

In diesem Video sehen Sie die Dampfmaschine Leni mit Stephenson Umsteuerung von Bengs Modellbau. Die Dampfmaschine ist Bengs Modellbau als Materialbausatz erhältlich. Im Materialbausatz sind alle fertig gefräst Frästeile, Schrauben, Muttern und Federn enthalten.
Alle Drehteile liegen dem Bausatz unbearbeitet bei und müssen von Ihnen auf der Drehmaschine bearbeitet werden. Eine umfangreiche Bauanleitung mit Zeichnungen liegen dem Bausatz bei.

Materialbausatz Dampfmaschine Leni im Onlineshop bestellen

 

Dampfmaschine Leni im Shop kaufenDen Materialbausatz von der Dampfmaschine Leni mit Umsteuerung können Sie einfach in unserem Onlineshop bestellen. Alle Frästeile sind fertig gefräst und müssen nur noch entgraten und eventuell gebohrt werden alle Drehteile liegen dem Materialbausatz Roh bei. Alle Schraubenmuttern und Federn liegen dem Bausatz ebenfalls bei. Zur Bearbeitung benötigen Sie eine kleine Drehmaschine eine kleine Bohrmaschine und etwas Handwerkszeug. Genaueres finden Sie in der Artikelbeschreibung auf unserer Website.

Materialbausatz Dampfmaschine Leni mit Umsteuerung

 

Verbrennungsmotor Jonas Anbauteile

Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit dem Bau der Verbrennungsmotor Jonas Anbauteile . Wir gehen hier genauer auf die Benzinpumpe den Fliehkraftregler und den Vergaser ein. Außerdem finden Sie unten stehend noch eine Liste mit allen weiteren Baugruppen die hier behandelt werden. Auf dieser Seite gehen wir hauptsächlich auf die Fertigung der einzelnen Teile ein. Um die Seite übersichtlicher zu gestalten haben wir die Fertigung der einzelnen Bauteile auf 2 Seiten verteilt.

Sie befinden sich hier auf Seite 2 der Baubeschreibung. Hier geht es zu Seite 1 der Baubeschreibung. Die Montage des Verbrennungsmotors finden Sie auf einer weiteren Seite.


Folgende Baugruppen vom Verbrennungsmotor finden Sie unten:

  • Kühler
  • Benzinpumpe
  • Fliehkraftregler
  • Kühlwasservorratsbehälter
  • Gestänge der Benzinpumpe
  • Vergaser
  • Auspuff
  • Zündung
  • Tank
  • Spannbuchse Schwungrad
  • Zündung

Kühler Verbrennungsmotor Jonas Anbauteile

Die beiden Kühlerblöcke werden zuerst gebohrt und anschließend auf 6H7 mit einer Reibahle aufgerieben. So lassen sich anschließend die Messingrohre sehr einfach einschieben und weich verlöteten.

Der Kühler ist vorbereitet um ihn zu löten. Zuerst wurden die Lötstelle mit Weichlot und Verzinnungspaste eingestrichen sodass er jetzt problemlos gelötet werden kann.

Die Rohrverschraubungen werden zuerst aus Messing Rundmaterial auf der Drehmaschine hergestellt.

Anschließend bekommen die Rohrverschraubungen auf jeder Seite eine Fläche. Es ist wichtig dass diese beiden Flächen parallel zueinander sind. Ansonsten gibt es später Probleme mit der Dichtigkeit. Bei allen Schrauben werden später Vulkan Dichtringe verwendet. Diese Dichtringen der gleichen kleine Unebenheiten aus.

Mit der Hohlschraube werden später die Rohranschlüsse verschraubt.

Benzinpumpe

Alle Teile der Benzinpumpe sind fertig hergestellt. Die Ventilkugeln bestehen bei der Benzinpumpe aus Edelstahl hier können unsere Grafi-Sil Kugeln nicht eingesetzt werden da sie bei längerem Kontakt mit dem Kraftstoff aufquellen.

Die Benzinpumpe wird zum weichlöten vorbereitet. Dafür werden zuerst die zu lötenden Bauteile mit Weichlot und Verzinnungspaste bestrichen anschließend wird das ganze mit einem Turbobrenner erhitzt. Falls nötig wird noch etwas Weichlot und zugegeben.

Fliehkraftregler

Der Ring in dem später die Kugeln des Fliehkraftregler geführt werden bekommt seine Querbohrung. Die Ringe werden aus 14mm Messing Vollmaterial auf der Drehmaschine hergestellt.

Der Kopf des Fliehkraftregler für den Verbrennungsmotors wird auf der Drehbank hergestellt.

Die beiden Gestänge des Fliehkraftregler bekommen 2 Flächen damit sie in eine Gabel passen. Die beiden Flächen können entweder mit der Feile im Schraubstock hergestellt werden oder man nimmt sich einen Kühlerblock als Vorrichtung. Dazu einfach das Gestänge in die M3 Bohrung des Kühlerblocks einschrauben und an der Schleifmaschine eine Fläche herstellen dann den Kühlerblock um 180° drehen und die 2. Fläche schleifen, bist das gewünschte Maß erreicht ist.

Mithilfe dieser einfachen Vorrichtung bekommt man die Bohrungen sehr sauber um 90° versetzt.

Die Gestänge vom Fliehkraftregler und die Ringe werden weich miteinander verlötet.

Bei der Montage der einzelnen Bauteile ist darauf zu achten dass alles sehr leichtgängig geht. Die Gewichte des Fliehkraftreglers müssen durch ihr eigenes Gewicht wieder nach unten fallen.

Alle Teile des Fliehkraftregler für die Drehzahlregelung können auf die Königswelle montiert werden so kann vor der endgültigen Montage schon die einwandfreie Funktion geprüft werden. Wie genau der Fliehkraftregler montiert wird können Sie in unserem Montage Video für den vertikalen Verbrennungsmotor Jonas genau sehen.

Kühlwasservorratsbehälter

Alle Teile für den Kühlwasservorratsbehälter. Die Teile werden weich verlötet und anschließend gereinigt.

Gestänge der Benzinpumpe

Das Pumpengestänge wird aus einem beiliegendem Messingflach Material hergestellt.

Die Verstellung für die Benzinpumpe wird auf die Bolzen in Gusssockel montiert. Über den Handhebel kann der Hub der Benzinpumpe verstellt werden. Dadurch kann die Fördermenge die die Benzinpumpe in den Zwischentank von Vergaser pumpt reguliert werden.

Vergaser

Die Herstellung des Grundkörpers vom Vergaser ist ein wenig komplizierter. Zuerst muss man sich eine Aufnahme herstellen um den 16 × 16 mm Messing Vierkant im Dreibackenfutter spannen zu können. Sollte ein 4 Backenfutter vorhanden sein ist das natürlich nicht nötig.

Um die Spannfläche etwas zu vergrößern habe ich bei meiner Aufnahme einen Halbkreis herausgefeilt.So in der Drehbank eingespannt kann die Aussparung zur Aufnahme vom Vergaserschieber mit einem Innendrehstahl hergestellt werden.

Der Ansaugtrichter vom Vergaser wird zuerst grob vorgedreht.

Im 2. Arbeitsgang werden die Kanten mit einem Radienstahl geglättet. Das sollte man so lange machen bis alle groben Unebenheiten entfernt sind. Für den letzten Schliff kann Schmirgelleinen verwendet werden.

Der Innendurchmesser wird mit einem Schählbohrer hergestellt. Sollte der nicht vorhanden sein kann die innere Kontur natürlich auch mit einem Drehstahl hergestellt werden.


Zum Schluss habe ich den an sorgt der noch mit Autosol Metallpolitur auf Hochglanz gebracht. Im Anschluss kann das Bauteil abgestochen und mit dem Vergaser entweder verklebt oder verlötet werden.

Auspuff

Alle Teile für den Auspuff sind Drehteile. Das Material für den Auspufftopf ist 20×1 Messingrohr. Der Rest besteht aus Vollmaterial und muss auf der Drehbank hergestellt werden.

Hier wurde der Auspuff zum Löten vorbereitet alle Lötstellen sind mit Weichlotverzinnungspaste eingestrichen. Anschließend braucht der Auspuff nur noch mit dem Brenner erwärmt und eventuell etwas Lot hinzufügen.


Der fertige Auspuff aus Messing ist gelötet, geputzt und bereit zu montiert zu werden.

Zündung

Auch bei diesem Verbrenungsmotor verwenden wir wieder die Zündkerze CM-6 M10x1 die wir bereits beim Verbrennungsmotor Karl verwendet haben. Der Zündkerzenstecker wird aus einem Messingrund Material hergestellt. In die Bohrung des Drehteils wird ein Magnet mit Schraubenkleber eingeklebt. Auf der anderen Seite kommt eine Holzschraube in eine Querbohrung. Die Holzschraube kann in das Hochspannung eingeschraubt werden. So entsteht ein kleiner dem Maßstab entsprechender Zündkerzenstecker der sich gut in das Gesamtbild des Vertikalen Verbrennungsmotors einfügt.

Tank Verbrennungsmotor Jonas

Um das Messingrohr mit 50 mm Durchmesser und 1 Millimeters Wandstärke sicher in der Drehmaschine drehen zu können empfiehlt es sich den Tankdeckel in das Rohr einzuschieben. So kann man beim spannen deutlich mehr Druck auf das Rohr geben und es bleibt sicher in der Drehmaschine

Der untere Boden und der obere Deckel des Tanks liegen dem Bausatz bei. Sie wurden aus 1 mm Messingsblech tief gezogen. Das dünnwandige Rohr bitte niemals mit einem Spiralbohrer bohren. Es besteht eine hohe Verletzungsgefahr. Verwenden Sie stattdessen für solche Bohrungen Schälbohrer.

Alle Teile des Tanks sind fertig und können jetzt verlötet werden. Gerade hier empfiehlt sich die Verwendung von Weichlot Verzinnungspaste. Durch die Paste ist bereits im Vorfeld eine dünne Schicht Lötzinn auf den zusammengepressten Bauteilen. So das man am Ende mit einer hohen Sicherheit einen dichten Tank erhält

 

Spannbuchse Schwungrad

 

Damit eine Klemmung überhaupt funktioniert müssen beide Bauteile gegenüberliegend geschlitzt werden. Das geht am einfachsten mit einer Metallsäge.

Mit der Spannbuchsen lässt sich das Schwungrad sehr gut auf der Kurbelwelle fixieren. Es ist wichtig dass das Schwungrad sich auf der Kurbelwelle nicht verdrehen kann. In der Einlaufphase des Motors sollten Sie eine Markierung auf Kurbelwelle und Schwungrad machen wenn das Schwungrad sich verschiebt kann der Motor nicht laufen.

Zündung und Grundplatte

Die Bohrungen für die Schalterplatte werden auf die Grundplatte übertragen und gebohrt.

Die Zündung wird nach dem beiliegenden Schaltplan verkabelt und anschließend unter dem Grauguss Sockel mit Montageband fixiert. Wichtig beim verkabelt der Zündung ist das die Außenhaut des Kondensator mit der Maschine verbunden ist und Masse hat. Ohne diese Verbindung erzeugt die Zündkerze zwar einen Funken der ist aber zu schwach um die Maschine zum Laufen zu bringen.

 

Jetzt sind alle Bauteile für den Verbrennungsmotor fertig. Nun kann mit der Montage der einzelnen Bauteile begonnen werden. Da es sich bei dem Verbrennungsmotor Jonas um ein sehr komplexes Modell handelt haben wir bei diesem Motor ein umfangreiches Video zum Zusammenbau erstellt. Zusammenbau des Verbrennungsmotors Jonas von Bengs Modellbau.

 

 

Hier können Sie den Bausatz vom Motor in unserem Onlineshop bestellen

Verbrennungsmotor Jonas Bauteile

Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit dem Bau der Anbauteile für den Verbrennungsmotor Jonas. Wir gehen hier genauer auf die Kurbelwelle den Lagerböcke und den Kühlmantel ein. Außerdem finden Sie unten stehend noch eine Liste mit allen weiteren Baugruppen die hier behandelt werden. Auf dieser Seite gehen wir hauptsächlich auf die Fertigung der einzelnen Teile ein.

Um die Seite übersichtlicher zu gestalten haben wir die Fertigung der einzelnen Bauteile auf 2 Seiten verteilt. Sie befinden sich hier auf Seite 1 der Baubeschreibung. Hier geht es zu Seite 2 der Baubeschreibung. Für die Montage des Verbrennungsmotors finden Sie auf einer weiteren Seite.

 


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Neuer Bausatz Ventilgesteuerte Dampfmaschine “Isabel”

regelung-ventile-ventilgesteuerte-dampfmaschineSeit Herbst letzten Jahres haben wir schon mehrfach die Erscheinung des neuen Materialsatzes “Isabel” angekündigt und mussten ihn leider des Öfteren verschieben. Darum freuen wir uns umso mehr Ihnen heute den neuen Materialsatz zu präsentieren. Der Bausatz kann ab sofort bestellt werden.

Mit diesem Materialbausatz können Sie sich auch ohne im Besitz einer Fräse zu sein eine tolle ventilgesteuerte Dampfmaschine bauen. Wie Sie es von uns gewohnt sind beinhaltet der Bausatz alle Teile die zum Bau der Dampfmaschine die nötig sind.

Einen detalierten Baubericht Ventilgesteuerten Dampfmaschine finden Sie in unserm Magazin:

 

Ventilgesteuerte Dampfmaschinen gehören sicherlich zu den eindrucksvollsten Maschinen. Da die Ansteuerung der Ventile an der Außenseite des Zylinders angebracht ist kann man den Prozess sehr gut beobachten. Durch den Fliehkraftregler erhöht sich die Zahl der beweglichen Teile noch weiter.

Der Materialbausatz enthält alle zum Bau und Betrieb benötigten Teile, alle Frästeile sind bereits gefräst, alle Drehteile müssen noch bearbeitet werden. Eine ausführliche Bauanleitung und Zeichnungen liegen bei.

Hier finden Sie die ventilgesteuerte Dampfmaschine “Isabel” in unserem Onlineshop.

ventilgesteuerte-dampfmaschine-isabel-bengs-modellbau

 

1. Prototyp von Bengs Modell für Winter 2016

Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen möchten wir Ihnen an dieser Stelle einen ersten Eindruck verschaffen was Sie im Winter 2016 erwartet. Wir freuen uns Ihnen ab Winter 2016 einen neuen Dampfmaschinen Materialbausatz präsentieren zu können den es so bisher am Markt nicht gab. Es handelt sich um eine Dampfmaschine mit einem 140mm Schwungrad. Auf weitere technische Details möchten wir noch nicht genauer eingehen. Auf uns wartet jetzt noch ein wenig Fleißarbeit. Wir werden den Materialbausatz noch einige Male bauen um die Konstruktion noch zu verfeinern. Außerdem erstellen wir für Sie eine Bauanleitung, Stücklisten und eine Baubeschreibung mit vielen Bildern in der Qualität die Sie von uns gewohnt sind.

1. Prototyp Dampfmaschine für Winter 2016

Der 1. Prototyp verfügt bereits über alle Teile die das spätere Modell auch erhalten wird. Einige Details und Feinheiten werden sich sicherlich noch ändern. Die Grundplatte wird beim späteren Modell nicht mehr aus Holz sein. Wir werden bei diesem Modell was die Grundplatte angeht etwas vollkommen Neues ausprobieren.

Dampfmaschine-bengs-modellbau-winter -2016

Schwungrad

Die Bearbeitung des Schwungrades für den Dürkopp Tauchkolbenmotor erfordert eine große und leistungsfähige Drehbank. Zum spannen reicht hier in den seltensten Fällen das Standard Drehfutter. Ich habe das Schwungrad auf meiner große Plandrehenscheibe aufgespannt  und so lange ausgerichtet bis es sauber rund lief.

Gussteil-schwungrad-bearbeitung

Es empfiehlt sich aber im 1. Schritt das Schwungrad für den Modellbau Bockmotor mit einer Feile zu bearbeiten. An den Stellen an denen die beiden Sandformen beim Gießen des Schwungrads aufeinandertreffen entsteht in manchen Bereichen ein Grad. Dieser lässt sich am einfachsten mit einer Feile entfernen. Hierfür empfehle ich eine alte Feile zu verwenden da es durchaus vorkommen kann dass der Grad sehr hart ist und die Feile in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

Duerkopp-schwungrad-gussteilesatz

schwungrad-reiben-verbrenner

Als nächstes kommt das Schwungrad auf die Drehbank. Da meine Planscheibe zusätzlich 4 nicht zentrisch spannendes Backen hat gestaltete es sich recht  einfach das Schwungrad einzuspannen, auszurichten und anschließend zu bearbeiten. In dieser Aufspannung habe ich sowohl die innere Nabe als auch die Hälfte des äußeren Reifs bearbeitet. Im Anschluss habe ich die 15 H7 Bohrung gebohrt und gerieben. Nach dem ausspannen kann das Schwungrad umgedreht werden und wird von der anderen Seite gespannt. Nach dem wiederholten ausrichten kann dann die 2. Seite bearbeitet werden.

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Natürlich kann das Schwungrad auch auf einer Planscheibe bearbeitet werden. Das hat den Vorteil, in einer aufspannung die Kurbelwellenbohrung, die Nabe sowie den Umfang und Planflächen bearbeiten zu können, so das später auch alles schön rund läuft. Da aber in den wenigsten Fällen das Gussteil vollständig flächig aufliegt, müssen die hohen Stellen vor dem Spannen mit Lehrblech unterfüttert werden, um ein durchbiegen beim aufspannen zu vermeiden. Versäumt man dies ist zwar im aufgespannten Zustand alles maßhaltig doch federt der verspannte Bereich nach dem abspannen zurück und schon hat man wieder ein unrund laufendes Schwungrad.

Eigentlich wird das Schwungrad laut Plan mit einer Nut Passfeder Verbindung versehen. Ich habe mich dafür entschieden das Rad mit einer Konushülse zu spannen da sich so das Schwungrad meiner Ansicht nach leichter montieren und demontieren lässt.

Das fertige Schwungrad für den Dürkopp Bockmotor

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